Das Wort Myelopathie setzt sich aus den altgriechischen Worten „myelon = das Mark“ und „pathos = Leiden, Schmerz“ zusammen. Die Betroffenen leiden aber weniger unter Schmerzen, viel häufiger klagen sie über Kribbeln, Taubheit sowie Brennen in Händen und Armen. Im fortgeschrittenen Stadium können Gangunsicherheiten oder Probleme beim Wasserlassen hinzukommen.

Ursache für eine Myelopathie ist eine übermäßige Einengung des Rückenmarkkanals. Die Einengung führt zum Abschnüren der Blutversorgung, so dass Nervenzellen und Nervenleitungen beeinträchtigt werden, im schlimmsten Fall sogar absterben können.

Am häufigsten ist die Halswirbelsäule von der Myelopathie betroffen. Sie wird oftmals durch einen Bandscheibenvorfall verursacht, der dauerhaften Druck auf das Rückenmark ausübt. Aber auch Tumoren und Verengungen des Spinalkanals können eine Myelopathie hervorrufen.

Es gibt mehrere Behandlungsmöglichkeiten. In leichten Fällen empfiehlt sich zunächst eine Schmerztherapie zur Linderung der Schmerzen sowie Krankengymnastik. Bei starken anhaltenden Schmerzen oder Lähmungserscheinungen ist eine Operation unumgänglich. Bei dem mikrochirurgischen Eingriff beseitigt der Arzt die Verengung. So haben Rückenmark und Nerven wieder genug Raum.