Ausrutschen kann sehr schmerzhaft sein. Oft fällt man auf das Gesäß, genauer gesagt auf das Steißbein, den untersten Abschnitt der Wirbelsäule. Aber auch ständiges Sitzen auf harten Stühlen oder eine schwere Entbindung können zu Steißbeinbeschwerden führen. Die Betroffenen klagen über ziehende, stechende Schmerzen, die weit in den Bereich des Gesäßes ausstrahlen.

Das Steißbein ist sehr empfindlich, da es wenig umgebendes Weichteilgewebe besitzt. Bei einem Sturz prallt der Knochen direkt auf den Boden. Am Steißbein setzen auch viele Bänder und Muskeln vom Beckenboden an, die bei übermäßigem Sitzen die Knochenhaut schmerzhaft reizen.

Bei Beschwerden im Steißbeinbereich untersucht der Arzt den Patienten in der Regel im Magnetresonanz-Tomografen. Hier erkennt er einen eventuellen Bruch des Steißbeins, gleichzeitig aber auch entzündliche Veränderungen.

Steht die Diagnose fest, erhält der Patient entzündungshemmende Schmerzmittel. Wichtig ist eine Entlastung des Steißbeins für die nächsten Wochen. Bei starken Schmerzen können Injektionen von entzündungshemmenden sowie schmerzstillenden Medikamenten direkt an der betroffenen Stelle helfen.