Ein Tumor der Wirbelsäule ist nicht gleichbedeutend mit Krebs. Es kann sich auch um gutartige Veränderungen handeln. Metastasen, Absiedlungen von Tumoren aus anderen Körperregionen, können ebenfalls an der Wirbelsäule auftreten. Ärzte teilen Tumoren der Wirbelsäule daher in drei Gruppen ein:

1. gutartige Tumoren (z.B. Knochenzysten)
2. bösartige Tumoren
3. Wirbelsäulenmetastasen (treten vor allem im Rahmen von Brust-, Schilddrüsen-, Nieren- und Prostatakrebs häufig auf)

Ob gutartig oder bösartig – die Wucherungen üben Druck auf das Rückenmark und die davon ausgehenden Nervenwurzeln aus. Starke Schmerzen entstehen, vor allem bei Bewegung. Je nachdem, welche Nerven betroffen sind, können auch weitere Symptome wie Lähmungserscheinungen hinzukommen.

Ein Tumor an der Wirbelsäule muss fast immer entfernt werden. Je nach Art und Lokalisation des Tumors können unterschiedliche Operationsverfahren zum Einsatz kommen. Um das Rückenmark zu schonen, stehen den Ärzten heute moderne mikrochirurgische Methoden zur Verfügung. Das Gewebe wird anschließend analysiert. Handelt es sich um eine bösartige Veränderung, erfolgt zusätzlich in der Regel eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie.

 

Metastase und Zerstörung des 3. Halswirbelkörpers: Operativer Wirbelkörperersatz