Bei der Syringomyelie bilden sich im Rückenmark mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume (Syringen). Diese Höhlen verdrängen das umgebende Nervengewebe, was zu Ausfallserscheinungen führt. Empfindungsstörungen, Schmerzen, Lähmungen und Atembeschwerden sind typische Symptome.

Die Syringomyelie kann angeboren sein, aber auch erst im Lauf des Lebens auftreten. In beiden Fällen entstehen die Hohlräume aufgrund einer Störung der Zirkulation des Nervenwassers: Die Rückenmarksflüssigkeit kann nicht mehr frei zirkulieren, staut sich auf und sucht sich andere Wege. Fehlbildungen, Entzündungen, ein Wirbelsäulentumor oder Unfälle kommen als Ursachen infrage.

Damit die Ausfälle durch die Syringomyelie nicht zunehmen, sollte zügig der Druck auf das Nervengewebe verringert werden. Während eines chirurgischen Eingriffs versucht der Arzt, das Rückenmark zu entlasten oder die Flüssigkeit aus dem Hohlraum abzuleiten. Neben den operativen Maßnahmen können bei einer Syringomyelie auch eine Schmerzbehandlung sowie Krankengymnastik sinnvoll sein.