Jeder Mensch hat 23 Bandscheiben. Sie sitzen direkt in der Wirbelsäule, und zwar zwischen den einzelnen Wirbelkörpern. Sie sollen die Wirbelsäule vor Druckbelastung schützen.

Bei jüngeren Menschen beträgt der Wassergehalt in einer Bandscheibe etwa 90 Prozent. Mit zunehmendem Alter und bei ungesunder Lebensweise nimmt die Fähigkeit der Bandscheiben ab, Wasser zu speichern. Die Elastizität des Knorpelgewebes verringert sich, die Bandscheiben werden flacher und rissig. Die Wirbelkörper werden dadurch stärker belastet und eine zunehmende Instabilität entsteht. Eine Bandscheibenabnutzung, auch Degeneration genannt, entsteht. Der Betroffene klagt über Rückenschmerzen, die durch Muskelverspannungen noch verstärkt werden.

Je früher die Behandlung beginnt, desto besser. Oft helfen Krankengymnastik, manuelle Therapie oder Infusionen. Auch eine Bandscheibenzellzüchtung und -transplantation oder ein operativer Bandscheibenersatz kommen bei starken Schmerzen eine Linderung erzielen.

 

Abnutzungsbedingte Verminderung der Bandscheibenhöhe L4/5 mit einem kleinen Bandscheibenvorfall