Von der Lendenwirbelsäule ausgehend, strahlen die Schmerzen bis in das Gesäß, die Oberschenkel und die Leistenregion aus. Vor allem bei Bewegungen und langem Stehen oder Sitzen haben Menschen mit einem Facettengelenksyndrom starke Beschwerden.

Jeder Wirbel hat an Ober- und Unterseite zwei Gelenkfortsätze, über die er mit anderen Wirbeln verbunden ist. Diese Wirbelgelenke nennt man Facetten. Schmerzen entstehen, wenn die Wirbelgelenke ineinander gedrückt werden. Dann reiben die Knochenenden gegeneinander und die Gelenkschleimhaut wird gequetscht. Durch starken Druck und Reibung auf Gelenken entzünden sich die Wirbelgelenke, besonders in der Gelenkkapsel und auch im umgebenden Gewebe.

Es gibt mehrere mögliche Ursachen des Facettensyndroms: längere Überbelastungen im Beruf, übermäßiger Sport, Bandscheibenverschleiß mit zunehmendem Alter, Verformungen der Wirbelsäule, Rheuma in den Gelenken der Wirbelsäule und Bandscheibenvorfälle.

Als Therapiemaßnahmen bieten sich neben konservativen Methoden auch Wirbelgelenkinfiltrationen, Denervierung (Hitze oder Vereisung) oder eine Operation an.

 

Injektion von Medikamenten an dem Wirbelgelenk zwischen 4. und 5. Lendenwirbel rechts (Schema)