Skoliose bedeutet, dass die Wirbelsäule in sich verdreht und seitwärts verkrümmt ist. Ausschlaggebend für das Ausmaß der Verkrümmung ist die gemessene Gradzahl, die sich vom Röntgenbild ableiten lässt. In leichten Fällen sieht man mit bloßem Auge meist kaum etwas, ab circa 30 Grad sind Schulterschiefstand und Rippenbuckel jedoch deutlich zu erkennen. Eine Skoliose verursacht meistens keine Schmerzen, unbehandelt kann sie jedoch eines Tages zu massiven Rückenproblemen führen.

In der Regel entsteht eine Skoliose während der Wachstumsschübe in der Kindheit. So entwickeln sich die meisten Skoliosen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren. Mädchen sind mit einem Verhältnis von 5:1 häufiger davon betroffen als Jungen.

Glücklicherweise lässt sich ­eine Skoliose in den meisten ­Fällen gut behandeln. Die Behandlung richtet sich vor allem danach, wie schwerwiegend die Verkrümmung ist. Als Faustregel gilt: Beträgt die Skoliose zehn bis weniger als 20 Grad, reicht meist eine regelmäßige Krankengymnas­tik. Mehr als 20 bis 40 Grad bedeutet: Das Kind benötigt Krankengymnastik und vorübergehend ein Korsett. In schweren Fällen kann eine Wirbelsäulenoperation empfehlenswert sein. Dabei begradigt der Arzt vorsichtig die Wirbelsäule.

 

Skoliose mit Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule und des Brustkorbes

 

Korsettbehandlung der Skoliose

 

Röntgenaufnahme einer skoliotischen Wirbelsäule, nach operativer Skolioseaufrichtung