Osteoporose heißt vereinfacht „Knochenschwund“. Das bedeutet: Die Knochen werden immer poröser und dünner. Irgendwann ist das Knochengerüst nicht mehr belastbar. Einfache Bewegungen wie das Abstützen der Hand oder ein Hochrecken können dann zu einem Wirbelkörperbruch führen, leichte Stürze zu einer Oberschenkelhalsfraktur.

Zur Basistherapie gehören eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung beziehungsweise Krankengymnastik und die Einnahme von Vitamin D. Reicht dies nicht aus, werden zusätzlich meist Bisphosphonate verschrieben. Sie lagern sich auf der Oberfläche des Knochens ab und hemmen dort den Knochenabbau.

Bei wiederholten Knochenbrüchen oder anhaltend starken Schmerzen kann eine Operation sinnvoll sein. Bewährt haben sich vor allem die so genannte Vertebroplastie und die Kyphoplastie. Bei der Vertebroplastie werden die Knochen mit „Zement“ aus einer Spritze aufgefüllt. Das zähflüssige Material verteilt sich im Knochen und wird innerhalb weniger Minuten fest. Dadurch kommt es zu einer inneren Stabilisierung des Knochens und einer schnellen und langanhaltenden Schmerzlinderung. Bei der Kyphoplastie wird der gebrochene Wirbel mithilfe eines Ballons zusätzlich aufgerichtet.

 

Kyphoplastie und Auffüllung des 1. Lendenwirbels mit Knochenzement