Starke Nacken- und Schulterschmerzen können Symptome eines Bandscheibenvorfalls der Halswirbelsäule sein. Oft leiden die Patienten auch unter Taubheitsgefühlen oder Kribbeln in den Armen oder Händen. Die Schmerzen nehmen häufig beim Liegen erheblich zu.

Die Halswirbelsäule bildet den oberen Teil der menschlichen Wirbelsäule und besteht aus sieben Wirbeln. Zwischen den Halswirbeln befinden sich die Bandscheiben. Ihre Aufgabe: Die Wirbelsäule vor Druckbelastung zu schützen. Sie dämpfen harte Stöße ab und ermöglichen Bewegungen der Wirbelkörper. Oft werden die Bandscheiben zu Recht mit den Stoßdämpfern beim Auto verglichen.

Die Bandscheiben verlieren mit dem Alter oder durch Fehlbelastungen ihre Elastizität. Bei Überbeanspruchung kann ein Stückchen der Bandscheibe abreißen und sich in den Wirbelkanal bohren. Dies nennt man Bandscheibenvorfall. Der Schmerz entsteht dadurch, dass die beschädigte Bandscheibe auf einen Nerv drückt oder diesen einklemmt.

In den meisten Fällen versucht man zunächst, auf einfache Weise eine Besserung zu erzielen. Zum Beispiel mit Wärmetherapie, entzündungs- oder schmerzhemmenden Medikamenten oder Krankengymnastik. Wenn die konservative Behandlung nicht anschlägt oder der Bandscheibenvorfall deutliche Ausfallserscheinungen der Nerven (wie Lähmungen) verursacht, ist in der Regel eine Operation notwendig.


Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule zwischen dem 5. und 6. Halswirbel

 

Bandscheibenvorfall an der Lendenwirbelsäule zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel